Donnerstag, 24. September 2009

Einigkeit und Recht und Breitheit



Tim Renners Lieblingsband gibt am 3. Oktober ein vom Herrenmagazin »Penthouse« präsentiertes Super-Fankonzert im Hamburger Knust.

Das deutsche CBGB



Dem SO 36 droht weiterhin das Aus. Nach Informationen der »Berliner Zeitung« wurde dem deutschen CBGB zum 31. März 2010 gekündigt.

Donnerstag, 17. September 2009

Please kill me - Remix



Im Rahmen des Reeperbahn-Festivals, das vom 24. — 26. September in zahlreichen Kiez-Clubs stattfindet, stellen Susanne Reimann, Marius del Mestre, Reverend Toddn und Hollow Skai am 26.9. um 14.30 Uhr (!) in Schmidt's Tivoli ihre ultimative, multimediale Punk-Rock-Leseshow vor, mit der sie vom 9. — 18. Oktober auf Tournee durch Deutschland gehen. Unterstützt werden sie in Hamburg voraussichtlich von Alan Bangs, und gelesen wird natürlich aus »Please kill me«, der mündlich überlieferten Geschichte des Punk.
Die Termine so far: 9.10. Bremen, 10.10. Braunschweig, 11.10. Augsburg (mit Franz Dobler), 12.10. Regensburg, 13.10. Köln (mit Trini Trimpop, Ex-KFC/Toten Hosen), 16.10. Husum, 17.10. Berlin (mit Volker Hauptvogel vom Mekanik Destrüktiw Komandöh) und 18.10. Hamburg (mit Kai Havaii von Extrabreit)


Noch nichts versäumt



Am 2. Oktober erscheint Nena neues Album »Made In Germany«, das sie im kommenden Frühjahr auch live präsentieren wird. Und zwar am 8.4. in Braunschweig, am 9.4. in Stuttgart, am 11.4. in Wien, am 12.4. in München, am 14.4. in Köln, am 15.4. in Oldenburg, am 17.4. in Bamberg, am 18.4. in Zürich, am 20.4. in Leipzig, am 21.4. in Frankfurt, am 22.4. in Hamburg und am 24.4. in Berlin. Wenn nichts dazwischen kommt, müsste sie dann auch schon Großmutter sein.

Montag, 14. September 2009

Live-Schalten und Konservenmusik



Irgendwie ist es doch immer das gleiche: da wird man von einem Radiosender zu einer Live-Schalte eingeladen, wie heute vom SR1 für die Sendung »Abendrot«, fährt also zum NDR in der Rothenbaumchaussee, irrt in einem riesigen Gebäude durch leere Gänge und vorbei an leerstehenden Studios, bis man schließlich das Studio mit der »Schalte« gefunden hat, und wird dann tatsächlich eine Stunde lang einigermaßen kompetent von einem Redakteur über Fluch und Segen der Neuen Deutschen Welle befragt. Und was spielen sie zwischendurch für Musik? »99 Luftballons« von Nena, diesen Fairlight-Computer-Vorführungssong von Spliff (»Das Blech«), nicht mal »Hundsgemein« von Ideal, sondern »Monotonie« (weil das nicht beim Bügeln stört), k.d. laing (!) und zum Schluss »Hurra, hurra, die Schule brennt« von Extrabreit (zur Auswahl standen noch Hubert Kah und Frl. Menke). Fehlfarben, Grauzone, Trio? Im Archiv — nicht nur des Saarländischen Rundfunks — einfach nicht mehr vorhanden!
Wenn die NDW je eine Legitimation gebraucht hat, hier ist sie immer noch. Als wäre nichts passiert in den vergangenen 30 Jahren. Zumindest nichts, worüber man sich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk Gedanken machen müsste. Und bei den Privatradios sieht's noch schlimmer aus — dort schafft man es gerade mal, Klappentexte vorzulesen. Ich wusste schon, warum ich mein Label damals No Fun genannt habe.

Freitag, 4. September 2009

Jubel '81



Das Schöne am Internet ist ja, dass einem Leute schreiben, von denen man schon lange nichts mehr gehört hat, oder die man gar nicht kennt. So schickte mir Gabs eine Eintrittskarte von der No-Fun-Tour »Jubel '81« aus Albstadt-Tailfingen, und Michael Schiplage schrieb mir: »Les grad' dein Buch über die Neue Deutsche Welle und hey, seit 2 Tagen läuft hier der Moderne Man. Großartig!«
Der wiederum meldete sich in Gestalt seines Gitarristen EKT aus dem Urlaub in Italien: »Ich lese mit großem Vergnügen ALLES NUR GETRÄUMT. Dass wir damals von Hannover aus die Musikwelt regiert haben, ist sehr schön herausgearbeitet. Großes Tennis!«
Und auch Wolfgang Zechner aus Wien hat es bereits gelesen: »Was soll ich sagen: In einem Sitz durch! Ich bin selbst Journalist und fand das alles sehr, sehr lesbar. Danke für ein paar Stunden beste Unterhaltung und persönlich gefärbte Geschichtsschreibung im besten Sinne!«
Da nich' für.

Donnerstag, 3. September 2009

Back home



Einmal monatlich gastieren im Theater am Küchengarten (tak) in Hannover die Nachtbarden. Dahinter verbirgt sich »Lindens skurrile Lesebühne«, der Johannes Weigel, Christoph Eyring, Anikó Kövesdi, Peter Märtens und Tobias Kunze angehören. Am Dienstag, den 22. September haben sie nun Hollow Skai eingeladen, der ein paar Kapitel aus »Alles nur geträumt« lesen wird.

Dienstag, 1. September 2009

Die Toten Hosen geben ne Party — und wir kommen nicht rein



Wie Dorf-Disco Berlin berichtet, geben die Toten Hosen am 2. September ein Benefizkonzert für das SO 36. Allerdings wird es keine Akkreditierungen für Fotografen geben und auch die Mitarbeiter vom SO 36, die die Parkplätze vor der Tür freihalten sollen, erhalten keine Karten.

Freitag, 21. August 2009

Projekt: Die 80er



Lurker Grand, der bereits das monumentale Kompendium »Hot Love — Swiss Punk and Wave 1976-80« herausgegeben hat, will nun die Schweizer Musikszene der 80er Jahre mit einem Buch, einer Ausstellung, einem Film und weiteren Projekten belichten. Wer Schweizer Tonträger aus den Musikrichtungen Swiss Punk, Post Punk, Dark Wave, Indie, Noise, Minimal Electronic, Ska, Industrial oder Avantgarde, die in den 80er Jahren veröffentlicht wurden, kennt bzw. zur Verfügung stellen möchte, wendet sich bitte an: lurker@swisspunk.ch
Schlussendlich soll die komplette Sammlung einem Archiv übergeben und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Pain It Dark



Mittlerweile wurde auch das einst auf No Fun Records erschienene Debütalbum »Pain It Dark« der 39 Clocks vom Hamburger Label Bureau B wiederaufgelegt. Was einen Kollegen zum Hörer greifen ließ, um sich bei mir zu erkundigen, wie viele Exemplare denn seinerzeit davon verkauft worden seien. Leider konnte ich ihm nur mitteilen, dass No Fun höchstens 1.000 Stück davon abgesetzt hatte, und eine Neuauflage nach der Trennung von No Fun wohl auch nicht wesentlich höher gewesen sein dürfte. — Was aber nichts daran ändert, dass es ein wirklich gutes Album ist, das man wenigstens auf CD haben sollte.

Hirnloses Gekaspere



Nach und nach trudeln weitere Besprechungen von »Alles nur geträumt« ein. Ursula Gaisa schreibt in der nmz (neue musikzeitung): »Unterhaltsam, manchmal etwas lehrmeisterhaft, aber immer gründlich recherchiert beschreibt er«, also ich, »die Entstehung des wohl einzig nennenswerten Pop-Ereignisses in Deutschlands populärer Musik, das eigentlich aus der deutschen Punkbewegung heraus entstanden ist und erst viel später in den Fängen der Plattenindustrie zu einem eher hirnlosen Gekaspere von Trittbrettfahrern wurde ... Das Buch macht Lust auf mehr, Lust darauf, sich wieder legendäre Alben neu zuzulegen und zu genießen — mit einem etwas melancholischen Lächeln, denn danach kann man das eintönige pseudo-poetische Gejammer von Bands wie Silbermond, Xavier Naidoo, Ich & Ich oder Rosenstolz gar nicht mehr hören.«
Gustav Ganz weist in Slam, dem Magazin für Alternative Music, darauf hin, dass in den vergangenen Jahren »eine Vielzahl« von Büchern, insgesamt drei, über die NDW erschienen ist und bemerkt: »Auch Hollow Skai schöpft aus den Tiefen seiner subjektiven Erinnerung, geht jedoch weiter und versucht daneben, die Entwicklung aus einer objektiveren Sicht zu schildern, von den Anfängen des Punk made in Germany bis zum industriellen Ausverkauf der NDW ... Im Gegensatz zu Teipel beschränkt er sich nicht nur auf die Szenen in den großen Städten, sondern beschäftigt sich auch mit der Provinz.« Neulingen in Sachen NDW biete das sachkundige Buch einen hervorragenden Einstieg in das Thema.
Und die »Berner Zeitung« bezeichnet das Buch als »Verteidigungsschrift«: »Bis Nena, Trio und Ideal in den US-Charts landeten, wurde die Neue Deutsche Welle nämlich als Kaspertheater von Schmalspurbands (Nichts, Fehlfarben, Einstürzende Neubauten) abgetan. Erst aus heutiger Distanz kann man ihr subversives Potenzial, ihren Einfluss auf nachfolgende Stile wie die Hamburger Schule und ihre Spuren in der Musik aktueller Bands wie Wir sind Helden gebührend würdigen.« Häh? Meines Wissens sind Ideal nie in den US-Charts aufgetaucht, und auch sonst scheint der Schweizer Kollege mein Buch nicht gelesen zu haben. Oder wie kommt er darauf, ausgerechnet Nichts, die Fehlfarben und die Neubauten als Schmalspurbands und ihre Musik als Kaspertheater abzutun?

Montag, 10. August 2009

Keine Zukunft war gestern



Auf Andis Friends Records erscheint in Kürze eine Vinyl-EP von den Autoren des Buches »Keine Zukunft war gestern — Punk in Deutschland«, das im vergangenen Jahr vom Archiv der Jugendkulturen veröffentlicht wurde. Darauf zu hören sein werden u.a. zwei akustische Versionen der Hans-à-Plast-Songs »Lederhosentyp« und »Rock'n'Roll-Freitag«. 

Mittwoch, 5. August 2009

Willkommen in den 80ern!



Fast vergessen: am 11. August startet arte um 22.50 Uhr seine Serie Welcome to the 80s. In Teil 1, für den Birgit Herdlitschke verantwortlich zeichnet, geht's um Postpunk und die NDW. Pflichtprogramm!

Kritiker-Schelte



Das HR1-Interview wurde wg. des Todes von Peter Zadek auf den 1. September verschoben und ist dann um 17.05 Uhr in der Kultursendung „Mikado" zu hören.
Dafür sind in der Zwischenzeit ein paar weitere Rezensionen erschienen, zu denen ich hier gerne meinen Senf gebe.
In der taz kommt »Alles nur geträumt« unterm Strich ganz gut weg, allerdings enthält Anne Ottos Kritik auch einen dicken Schnitzer, wenn sie schreibt, dass Jürgen Teipel (im Gegensatz zu mir?) »eine seriöse und in der Tradition der Oral History stehende Popgeschichtsschreibung« betrieben habe. Zum einen erinnere ich mich noch recht gut daran, dass seine Interview-Montage damals als sehr tendenziös empfunden und von einigen Interviewten scharf kritisiert worden war, und zum anderen ist die Oral History als Methode selbst ziemlich umstritten und gilt nicht unbedingt als verlässlich. 
Im »Trust«-Fanzine attestiert man mir einen kurzweiligen Schreibstil, Kompetenz und so, vermisst aber eine Erwähnung der entstehenden Hardcore-Punk-Szene. Außerdem wird No Fun Records in »Trust« zu No Future Records.
Und im »ekz-Informationsdienst« unterstellt man mir, »selbstverliebt« zu sein, weil ich auf vier von fünf Fotos selbst zu sehen bin. Dass sich jemand nicht in ihre Herde einreihen will, sondern ein Buch wie einst ein Fanzine betrachtet, das immer auch Selbstdarstellung eines Individuums war, stößt Evangelen wie Jürgen Maiworm natürlich sauer auf. Guter Mann, lass dir gesagt sein, dass ich über mehr Selbstironie verfüge als du — und dass ich schon immer einen augenzwinkernden Personenkult in eigener Sache betrieben habe. Wir können die Sache aber auch tiefer hängen: alle meine Bücher sind Teil meiner eigenen Biografie, und warum sollte ich darin nicht abgebildet werden?
Fragt sich nur, was Maiworm, der dem Buch einen »hohen Unterhaltungswert« attestiert, unter »tiefer gehenden Informationen« versteht. Das ist doch eine Floskel, die im Grunde nichts aussagt. Oder hätte er gerne gewusst, welche Schnapsmarke Extrabreit bevorzugt oder wann Bärchen den Modernen Man kennen gelernt hat?

Mittwoch, 29. Juli 2009

Da lachen ja die Hühner



Über die Qualität der so genannten Leserkritiken von amazon.de werde ich mich hier ganz bestimmt nicht mokieren, aber dass ich nun auch noch als Musiker von Hans-à-Plast bezeichnet werde, geht eindeutig zu weit. Ich habe nie bestritten, dass ich total unmusikalisch bin, und wer's genau wissen will: Ja, ich habe einmal auf der Bühne gestanden, mit Terrock V3, und ich war sogar  einmal mit Hans-à-Plast im Übungsraum, beim allerersten Mal, aber ich habe mich einfach nicht getraut, zu singen, und gleich anschließend das Handtuch geworfen. Ich muss also sehr bitten! Ich und Musiker ... da lachen ja die Hühner!
Interessant immerhin, wie sehr sich doch manche Leserkritiken von den ebenfalls bei amazon nachzulesenden Rezensionen unterscheiden. Und falls mir jetzt auch noch jemand am Zeug flicken und unterstellen will, ich hätte die unter dem Pseudonym Komo dort reingestellt, dem kann ich nur sagen: Nee, hab ich nicht, das war wohl Monika Koch vom Hannibal Verlag, und wer wollte es ihr verdenken, die Verhältnisse mal zurechtzurücken.
So viel zum Verhältnis von Qualitäts- und Online-Journalismus. Im Übrigen gibt es Wichtigeres, zum Beispiel das amazon-Partnerschaftsprogramm mit der NPD. Wie scheiße ist das denn?

Dienstag, 28. Juli 2009

No Wave 1980



Als der Regisseur Christoph Dreher Anfang der 80er zum ersten Mal von West-Berlin nach New York flog, waren beide Städte pleite. Mit seinem neuen Film No Wave Underground '80 Berlin — New York erinnert er an den damaligen Austausch zwischen den Subkulturen der beiden Metropolen, die radikal mit der damaligen Rockszene brachen und sich gegenseitig befruchteten. 
Die Pressevorführung findet am 29. Juli im fsk-Kino am Kreuzberger Oranienplatz statt, am 13. August läuft er dann um 22.30 Uhr auf arte. Zu sehen sind u.a. Beth B, Blixa Bargeld, Glenn Branca, Nick Cave, Gudrun Gut, Alexander Hacke, Jim Jarmusch, Arto Lindsay, Lydia Lunch (Foto), Thurston Moore, Wolfgang Müller und Amos Poe.

Online-Autogramme



Online-Autogrammstunden gibt die NDW-Retro-Band Jennifer Rostock am 29. Juli zwischen 18 und 21 Uhr, bevor sie bis zum Jahresende fast pausenlos auf Tour ist. Wie das funktioniert, wissen sie selbst (noch) nicht, aber was tut man nicht alles, um im Gespräch zu bleiben.

79er Original-Müll



Es ist jetzt so ziemlich genau 30 Jahre her, dass Din A Testbild eine Single in einer 1000er Auflage produziert und in einer Plastiktüte mit Müll aus West-Berlin verpackt haben. In ihrem Online-Shop bieten sie nun einige wenige, von Mark Eins und Nutty Norman signierte Restexemplare für 45 Euro das Stück an. Wer auf Original-Müll aus dem Jahr 1979 steht, sollte zugreifen.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Prost!



Das Fanta 4 Tribute Team gibt bekannt, dass jeder die Zugangsdaten zu allen Tribute-Songs noch vor der offiziellen Veröffentlichung erhält, der sich hier kostenlos registriert. Und dann hat es mir noch dieses hübsche Foto gemailt. 

Sonntag, 19. Juli 2009

Verschwende Deine Seiten



Irgendwas muss man ja bemängeln. Martin Schäfer in der »Financial Times Deutschland«: »Hollow Skai war seit Ende der 70er mit seinem Label No Fun dabei und berichtet kenntnis- und anekdotenreich über die kurze Phase des deutschen Post-Punk. Anders als Jürgen Teipel, der mit seinem Interviewbuch Verschwende Deine Jugend viel Subjektives einarbeitete, geht es Skai auch um musikgeschichtliche Einordnung: Das macht Spaß zu lesen und ist nur mit einem kleinen Mangel behaftet: 256 Seiten reichen kaum dazu aus, die Bandbreite von Nena bis zu den Einstürzenden Neubauten zu beschreiben.«

Dienstag, 14. Juli 2009

Debiler Spaß und Kasperköpfe



Die »Thüringer Landeszeitung« hat nun auch »Alles nur geträumt« besprochen: »Skai klärt auf, was unter keinen Umständen NDW war, sondern nur Kasperkopf-Musik, und was es für herrliche Musik gab, die in die erfolgreiche Indie-Szene eingegangen ist.«

Donnerstag, 9. Juli 2009

Phanta 5



Zum 20-jährigen Bühnenjubiläum der Fantastischen Vier haben die Phantastischen Fünf alias Extrabreit für ein am 7. August erscheinendes Tribute-Album den Fanta-4-Hit Krieger aufgenommen.
Außerdem treten Extrabreit auch wieder live auf: am 11.7. in Detmold, am 18.7. in Pförring, am 22.7. in Düsseldorf, am 7.8. in Bad Oynhausen, am 13.8. in Marne, am 28.8. in Hagen, am 29.8. in Dillenburg (nachmittags) und in Menden (abends), am 30.8. im ZDF-Fernsehgarten in Mainz. Wird fortgesetzt.

Neue deutsche Spaßmusik



In den Musikzeitschriften »Eclipsed« und »Good Times« sind zwei weitere Rezensionen erschienen. In »Eclipsed«, das sich normalerweise eher mit Art, Progressive, Psychedelic, Classic und Hard Rock beschäftigt, heißt es, ich würde mit meiner neuesten Publikation belegen, dass die von Peter Gabriel als »neue deutsche Spaßmusik« bezeichnete NDW „durchaus wichtige Akzente zu setzen wusste«, und dass ich die Pforte zu einer Welt öffnen würde, »die tatsächlich anders war, als es Fräulein Menke und Markus im Rückblick erscheinen lassen«. Und in »Good Times« bescheinigt man mir, die Geschichte der Neuen Deutschen Welle »anschaulich« zu erzählen.
Ansonsten ist der Wortpong-Talk mit mir und Marius del Mestre immer mal wieder auf Tide TV zu sehen.

Montag, 29. Juni 2009

ZDF-Literaturtipp



Ich fühle mich geehrt. Gitte Haenning, Guildo Horn und Rainer Moritz diskutierten zwar gestern abend unter der bewährten Leitung von Volker Panzer im ZDF nicht über die NDW, sondern über den deutschen Schlager, trotzdem wird »Alles nur geträumt« auf der nachtstudio - Website zur Lektüre empfohlen. 

Sonntag, 28. Juni 2009

Von Nena für arte



Nach dem »Summer of Love« (2007) und dem »Summer of the Seventies« (2008) widmet sich arte im Juli und August nun dem »Summer of the 80s«. Jeweils dienstags und donnerstags zeigt der deutsch-französische Kulturkanal Filme wie »In Bed with Madonna«, »Stop Making Sense« (Talking Heads) oder D.A. Pennebakers »101 — Depeche Mode«. Ergänzt werden die Filmabende durch die sechsteilige Doku-Reihe »Welcome to the Eighties« und Nenas eigens für den Sommer der 80er neuaufgenommenen Videoclip zu »99 Luftballons«, der noch bis Mitte August täglich bei arte zu sehen ist.

Samstag, 27. Juni 2009

Staubsaugen mit Nena



Nachdem Christoph Dallach mein Buch für Spiegel Online besprochen hat, ist es im Ranking bei Amazon steil nach oben geschossen. Auszüge aus der Kritik: »Hollow Skai legt ein amüsantes Buch über die Neue Deutsche Welle vor: Wann ging es los? Wer gehörte dazu? Wer ganz sicher nicht? Und wie war das damals noch gleich, bei der Silvesterparty im Öko-Café? ... Hollow Skais Buch liefert Unmengen an lustigen Anekdoten, sorgsam zusammengetragenen Fakten und herrlich viel unnützes Wissen. Oder wer wusste schon, dass Nena und Iggy Pop eine Leidenschaft fürs Staubsaugen teilen?«

Dienstag, 23. Juni 2009

Wortpong erklärt die Welt



Für die dritte Ausgabe der Tide TV-Talkshow »Wortpong« wurden Hollow Skai und Marius del Mestre interviewt, der zudem »Hundsgemein« von Ideal und Rio Reisers Kommentar zur NDW, »Nicht nochmal«, sang. Ausgestrahlt wird die 40-minütige Sendung am 24. Juni um 21.15 Uhr, am 26. Juni um 23 Uhr, am 27. Juni um 20.15 Uhr und am 28. Juni um 14.15 Uhr. 

Donnerstag, 18. Juni 2009

Aufstand im Niemandsland



Christof Meueler bescheinigt mir in der Tageszeitung »Junge Welt«, »die Entstehung eines kurzlebigen Mainstream-Hypes, der auf autonomer und teilweise avancierter Musikproduktion im Untergrund gründete ... flott-musikjournalistisch« erzählt zu haben: »Man kann bei Skai erahnen, dass der beste Punk eben keiner war, sondern ein Aufstand gegen die Blödiane in Kultur und Gesellschaft.« Na immerhin.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Wie man eine Jugendbewegung auspresst



Kai Müller hat »Alles nur geträumt« für den »Tagesspiegel« und Die Zeit Online besprochen. In der durchaus lesenswerten Rezension hebt er hervor, dass darin beschrieben wird, »wie man eine Jugendbewegung auspresst«. Zugleich mokiert er sich aber über meine »überspannte Haltung zum Establishment«, eine »Flut uninspirierter Zitate« und den »unbeholfenen journalistischen Versuch einer popkulturellen Einordnung«. Allerdings hat er sich auch nicht getraut, darauf hinzuweisen, dass der »Zeit«-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo einst als »NP«-Volontär über die Auflösung von Rotzkotz berichtete. Und natürlich erwähnt er auch mit keinem Wort, dass ich darin nicht zuletzt die Berichterstattung der »Zeit« und ihren Versuch, die NDW in die braune Ecke zu stellen, kritisiere.

NDW-Quiz



Teste dein Wissen. Anlässlich des Erscheinens von »Alles nur geträumt« hat die Frauenzeitschrift »Brigitte« ein Neue Deutsche Welle Quiz ins Netz gestellt, das eine überraschende Antwort enthält.

Musikbuch der Woche



Von wegen, die Privatsender würden »Alles nur geträumt« nicht vorstellen. Beim Googeln bin ich auf die Seite von Radio Rheinland-Pfalz gestoßen, wo man statt einer Rezension einfach den Klappentext ins Netz gestellt hat. So spart man sich lästige Mitarbeiterhonorare oder was?

Dienstag, 16. Juni 2009

NDR-Info



Nach dem WDR, dem HR, dem SWR und dem FSK bringt nun auch NDR-Info am Mittwoch, also morgen, um 23.05 Uhr einen Beitrag über »Alles nur geträumt«. Demnächst folgen dann der MDR, der RBB und Tide TV, was die Frage aufwirft: Was ist eigentlich los mit den Privatsendern?Keine NDW-Platten im Archiv oder was?

Freitag, 12. Juni 2009

Ludwig Karnickel lebt!



Gestern erhielt ich eine Mail von Ludwig Karnickel, dem ehemaligen Herausgeber des SHIT-BOLZEN, die ich euch nicht vorenthalten will:
»Irgendein Tag im Jahre 1980. Ich liege im Bett und studiere die neue Ausgabe von NO FUN. 30 Jahre später: Ich liege im Bett und lese ALLES NUR GETRÄUMT. Auf Seite 117 bin ich plötzlich der Herausgeber des Bremer Fanzines DIE ENDLÖSUNG. Benno Blittersdorf wird dich dafür geißeln! Mich amüsiert es, meinen Namen noch mal gedruckt zu sehen, wie mich das ganze Buch unendlich begeistert hat. Damals habe ich immer gesagt, wenn ich irgendwann daliege und in Erinnerungen schwelge, kann mit der Gegenwart irgendwas nicht in Ordnung sein. Das stimmt zwar irgendwie, aber im Alter sind Erinnerungen eben doch Teil der Gegenwart und können durchaus den Tag zum Leuchten bringen. Die ganze Punk- und NDW-Zeit hat eben auch meine Person bis heute maßgeblich geprägt und viel Spaß gemacht. Und immer wieder habe ich mit Freude vernommen, dass wenigstens einer unserer Fanzine-Zunft es journalistisch zu was gebracht hat. Ich selbst bin auf dem Land geblieben, fahre meine Auslieferungstour vorbei an Tourplakaten der Toten Hosen, gesäumt von Schulkindern mit Iro und CBGB-Shirt, und an meiner Arbeitsjacke klebt immer noch ein Badge der Cramps. Dein Buch war ein großer Lesespaß, und nun freue ich mich auf die Erinnerungen von Bärchen!!! In Liebe und Dankbarkeit: Ludwig Karnickel.«

Shame on me! Wie konnte ich nur die ENDLÖSUNG mit dem SHIT-BOLZEN verwechseln! Aber wo wir schon mal dabei sind: Joachim Hiller wies mich dankenswerterweise darauf hin, dass es zweimal Gevelsburg statt Gevelsberg heißt (weiß ich doch...), die Single von Ede und den Zimmermännern hieß auch nicht »Eva und Jürgen«, sondern »Eva, Jürgen und Max« (Sorry, Max!), und »Da vorne steht ne Ampel« war nicht auf der Plan-LP »Normalette Surprise«, sondern nur als Single erschienen. 

Mittwoch, 10. Juni 2009

Von wegen nur geträumt



Endlich liegt auch die erste gedruckte Rezension vor. Joachim Hiller hat »Alles nur geträumt« für das »Ox-Fanzine« besprochen: »Auf 250 Seiten erzählt Hollow Skai als Dabeigewesener von den ersten Zuckungen des Punk in Deutschland, von empörten Spiegel-Titelstorys, vom Hass linker Spießer auf die Punks, von frühen Versuchen der Musikindustrie, Punk kommerziell auszubeuten, der Selbstorganisation einer kleinen, auf ein paar Städte konzentrierten Szene, von der unglaublichen Kreativität, die aus Punk geboren wurde und die zu Bands wie Einstürzende Neubauten, Der Plan, DAF, Fehlfarben etc. führte ... Skai zeigt auf, welche Auswirkungen die Entwicklungen im Vorfeld hatten, wie die Verarschung vieler Bands durch die Majorlabels das Musikbusiness veränderte — bis heute. Deshalb ist Alles nur geträumt ein vorzügliches, nicht nüchtern-journalistisches Buch, dessen Autor auch mal polemisch wird, der aus eigener Erinnerung erzählt, unterfüttert mit Interview-Passagen der damaligen Protagonisten. Unbedingt lesenswert!«

Dienstag, 9. Juni 2009

Nom de guerre



Christina Mohr hat mich für das Onlinefeuilleton satt.org interviewt. Auszug: »Warum trägt Hollow Skai heute noch den alten nom de guerre? — Warum nennt sich Muddy Waters immer noch Muddy Waters? Weil dieser Name viel besser zu mir passt. Gott sei Dank war mein nom de guerre nicht Kai K0tze oder Votze Flamenco.«
Ich nenne mich nun schon seit 30 Jahren so. Der Name steht in meinem Ausweis. Auf meiner Kreditkarte. Und unter jedem Artikel, den ich in dieser Zeit verfasst, und auf jedem Buch, das ich geschrieben habe. Meinen bürgerlichen Namen habe ich dabei nie verschwiegen, und es ist mir auch nicht peinlich, wenn man mich mit ihm anspricht. Ich verstehe nur nicht, warum immer mal wieder jemand damit prahlt, dass er meinen »richtigen« Namen kennt. Was ist so toll daran, wenn man weiß, dass Blixa Bargeld nicht von Geburt an so hieß? Warum wird es Musikern zugestanden, einen neuen Namen anzunehmen, sein Leben zu verändern und sich »neu zu erfinden«, aber nicht mir? Kein Mensch verlangt von Muddy Waters, dass er sich wieder McKinley Morganfield nennt. Keiner stößt sich daran, dass David Robert Heyward-Jones immer noch unter dem Pseudonym David Bowie auftritt. Nur bei mir mokieren sich Leute, die sich in ihrer Punk-Zeit Mary Lou Monroe nannten, dann aber wieder zu Franz Bielmeier schrumpften. Sorry, aber dieses Geprahle mit angeblichem Insiderwissen ist typisch deutsch und piefig und kratzt mich nicht die Bohne.

Montag, 8. Juni 2009

Es ist wirklich passiert



Eigentlich gebe ich ja nichts auf Ankündigungen in Katalogen, schließlich leben Buchversender ja vom Bücherverkauf und werden sich hüten, ihre Ware madig zu machen. Wer aber weiß, wie schwer es ist, die Aufmerksamkeit so kompetenter Anbieter wie Medium Music Books zu erregen, wird verstehen, dass ich mich über diese Ankündigung in ihrem Newsletter gefreut habe: »Seine subjektive, aber detailliert recherchierte Schilderung von Fluch und Segen der Neuen Deutschen Welle überzeugt von der ersten Seite!«
Und via MySpace meldete sich Menne Cretin von den Cretins (Foto) bei mir: »Manchmal frage ich mich das auch: Alles nur geträumt? Lese gerade dieses geile Buch, und nun weiß ich: es ist wirklich passiert und ich war dabei!!!!«

Mittwoch, 3. Juni 2009

Und der Herr sah ...



... dass es gut war. Von der Extrabreit-Fanpage erreicht mich soeben eine »uneingeschränkte Kaufempfehlung«: » ... äußerst unterhaltsam geschrieben... die relativ kurzen Kapitel verlieren sich nicht in langatmigen Details ... Alles in allem ist das Buch eine (auch kritische) Hommage an eine Zeit, in der musikalisch so viel möglich war, wie es nie wieder der Fall war.« Merci.

Subjektiv, aber ...


Keine Ahnung, wie Günter Schneidewind darauf kommt, dass ich »bis heute« für den »musikexpress« schreibe, und auch sonst rätsele ich, was er mit seiner Rezension für den SWR eigentlich sagen will, heißt es doch dort: »Hollow Skai beschreibt die Entwicklung der Neuen Deutschen Welle und erzählt Geschichten aus der Sicht des Chronisten und Machers, der dabei war. Manches gerät dadurch etwas subjektiv, aber eben authentisch. Ein Stück deutscher Popgeschichte zwischen Buchdeckeln.« Subjektiv, aber authentisch — als ob das ein Gegensatz wäre. By the way: »Alles nur geträumt« war kein Song von Nena, der hieß »Nur geträumt«.

Samstag, 30. Mai 2009

Benefizparty



Am 6. Juni findet die erste Benefizparty für das SO 36 statt, u.a. spielen im Rahmen eines italienischen Abends The Offenders, die erst kürzlich von Italien nach Kreuzberg gezogen sind. Der Berliner Club befindet sich bekanntlich mal wieder in Schwierigkeiten, dieses Mal, weil das Geld für eine Lärmschutzmauer fehlt.

30 Jahre Extrabreit



Extrabreit haben gestern das Müller Meyer Schulze auf der Hamburger Reeperbahn gerockt — unplugged. Vor allem die geradezu psychedelische, gefühlte 38 Minuten lange Version von »Polizisten« überraschte mit ihrem wahnsinnigen Groove. Weiter so!
Und zwar am 31. Mai auf dem Schlossgraben-Festival in Darmstadt, am 13. Juni auf dem Köste Rock-Festival in Neumünster, am 10. Juli auf dem Sommerfestival Schloss Berge in Gelsenkirchen, am 11. Juli in der Waldbühne Detmold, am 18. Juli auf dem Open Air Festival in Pförring, am 22. Juli auf den Düsseldorfer Rheinwiesen, am 7. August auf dem Parklichter-Open Air im Kurpark Bad Oynhausen, am 13. August auf dem Dithmarscher Rock-Festival in Marne, am 28. August auf dem Hagener Museumsplatz und am 29. August auf dem Dillenburger Open Air (nachmittags) und auf dem Mendener Bierfest (abends). Am 3. Oktober geben die Breiten zudem ein »Super-Fankonzert« im Hamburger Knust.

Musik an sich ...



Für musik an sich ... hat Jürgen Wachtendorf »Alles nur geträumt« besprochen. Es sei »ein kurzweiliges und nettes Buch«, findet er, »welches eben nicht die letzten Geschmacklosigkeiten der Neuen Deutschen Welle beschreibt, sondern sich eher der Punk-Anfänge und des Lebensgefühls der damaligen Zeit widmet«. Zugleich kritisiert er aber auch, dass Bands wie Interzone unterschlagen wurden, womit er zeigt, dass er offensichtlich nicht verstanden hat, was ich geschrieben habe.

Nicht umsonst, aber draußen



Ihr Live-Album »hier & jetzt« ist zwar etwas untergegangen, im August treten die Fehlfarben aber endlich wieder auf: am 21. auf dem BootBooHook-Festival im Faust, Hannover, und am 29. auf dem Hamburger Wutzrock-Festival.

Donnerstag, 28. Mai 2009

SPV beantragt Insolvenz



Nachdem der geschäftsführende Gesellschafter Manfred Schütz am vergangenen Montag für SPV die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt hat, sieht Der Moderne Man ziemlich alt aus. Offenbar ist SPV das Geld ausgegangen, um auch noch Teil II ihres Gesamtwerkes auf CD zu veröffentlichen, und so ist zu befürchten, dass die Mäner nicht so schnell an ihre Bänder herankommen, sprich: irgendwo anders veröffentlichen können. Ziemlich dumm gelaufen.

Schaufenster des Monats



Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55, Hamburg. 
Gesehen und eingesandt von da Dokta.

Dienstag, 26. Mai 2009

Zu Gast in der hr1-Lounge



Über Fluch und Segen der Neuen Deutschen Welle wurde Hollow Skai heute von der hr1-Moderatorin Daniella Baumeister befragt, das Interview wird jedoch erst morgen abend zwischen 20 und 22 Uhr in der hr1-Lounge gesendet.
Pikanterweise präsentiert der Hessische Rundfunk auch die »Original-Stars der Neuen Deutschen Welle« — Markus, Frl. Menke, Hubert Kah und Konsorten — am 11. Juni auf dem Hessentag in Langenselbold. 

Montag, 25. Mai 2009

Kampf um die Deutungshoheit



Andreas Weist hat für das Musicheadquarter »Alles nur geträumt« besprochen. Auszüge: »In spannenden Anekdoten folgt Skai der Entstehung der Bewegung ... glänzt mit einem enormen Hintergrundwissen, das er sich nicht zuletzt als direkter Beobachter der Szene erworben hat ... Das Buch liest sich überaus unterhaltsam und es tut gar nicht weh, sich durch zig Seiten mit Bandnamen zu schlagen, von denen man als unbedarfter Musikliebhaber so gut wie noch nie etwas gehört hat ... soll jedoch nicht nur der Vergangenheitsbewältigung von Enddreißigern und Neuvierzigern dienen. Vielmehr wird es zum hilfreichen Nachschlagewerk hinsichtlich der vielleicht wichtigsten Epoche deutschsprachiger Musikgeschichte ... Wer sich nicht damit abfinden will, dass Oliver Geissen und das Konfetti-Musical „Ich will Spaß" die Deutungshoheit über die NDW-Ära gewinnen, sollte sich dieses Buch zulegen.«
Dem habe ich natürlich nichts hinzuzufügen.

Freitag, 15. Mai 2009

The Return of Psycho Beat



Auf dem De Stijl-Label (im Vertrieb von Cargo) ist soeben eine Best-of-CD des Psycho-Beat-Duos The 39 Clocks erschienen, das 1981 mit dem Preis der Velvet Underground-Gedächtniskirche ausgezeichnet wurde. Greif zu, bevor ihre Platten wieder 15 Jahre lang vergriffen sind.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Punk und Pershing



Am 27. Mai ist Hollow Skai von 17 - 19 Uhr zu Gast bei Radio FSK, dem Freien Sender Kombinat der Hansestadt Hamburg, und unterhält sich mit Kay Werner über Punk und Pershing, Dallas und Harrisburg, Fluch und Segen der Neuen Deutschen Welle — und ob er das alles nur geträumt hat.

Dienstag, 12. Mai 2009

Zurück zum Beton



Unter dem Motto eines alten S.Y.P.H.-Songs steht die Indie-Messe Pop Up, die vom 14. bis zum 17. Mai in Leipzig über die Bühne geht. Die Veranstalter interpretieren die Aussage des Songs »Zurück zum Beton« als Aufforderung, zum Wesentlichen und zur Härte zurückzukehren. Womit der Kampfgeist einer immer kleiner werdenden Branche angestachelt werden soll, die »nicht für einen Businessplan« lebt, aber trotzdem Geld verdienen will. 

Montag, 11. Mai 2009

WDR-Buchtipp



Im WDR 2 Musikclub stellt Oliver Rustemeyer am 12. Mai in der Zeit von 21.05 - 23.30 Uhr »Alles nur geträumt« vor und spielt dazu Songs von den Fehlfarben, DAF, Der Plan und Foyer des Arts. Auszug aus seinem Buchtipp: »Der Autor schreibt wie seine Helden vor 30 Jahren sangen — eigenwillig und respektlos, gerade der trittbrettfahrenden Pop-Konkurrenz gegenüber.« 
Derweil ist in Franz Bielmeiers Rondo-Blog ein unsäglicher Streit über eine Fußnote entbrannt, in dessen Verlauf sich der Ex-Mittagspause-Gitarrist als »Mikrobenficker« geoutet hat. Weiter so! Macht euch alle zum Affen!

Dienstag, 5. Mai 2009

Gesammelte Werke


Nach seinen Wegbeschreibungen, die vom Lilienfeld Verlag unter dem Titel »Geht so« veröffentlicht wurden, sind dort nun auch die gesammelten Songtexte des Mittagspause-, Family Five- und Fehlfarben-Sängers Peter Hein erschienen. Aus dem angekündigten Vorwort von Wiglaf Droste ist natürlich mal wieder nichts geworden (dass er stets zusagt, dann aber nicht damit in die Pötte kommt, ist in Verlagskreisen ja kein großes Geheimnis), dafür blickt Hein aber selbst zurück auf seine Anfänge, und das ist ja ohnehin viel interessanter. 
By the way: Sich in solchen Tretern fotografieren zu lassen, zeugt von großem Mut. Chapeau!

Lütjenburger Heimatabend



»Rebellion auf dem Marktplatz« heißt ein von Heike Bettermann und Rainer Link produzierter Dokumentarfilm über die frühe Punk-Bewegung in Ostholstein. Rocko Schamoni, der Beauftragte des Lütjenburger Fremdenverkehrsverbandes, entführt darin den Betrachter auf den Marktplatz der Kleinstadt, auf dem einst die Dorfpunks rumlungerten, wenn nicht gerade die Bundeswehr ihr feierliches Gelöbnis zelebrierte. Außerdem sind darin die Punk-Band Scheiße aus Lütjenburg und Die Amigos mit ihrem Hit »Manuela ist schon lange tot« zu sehen.
Gezeigt wird die Rebellion der Dorfpunks am 8. Mai um 20 Uhr im Hamburger Polittbüro, anschließend tritt der Pudel Apparat (Rocko Schamoni, DJ Patex, Hans Platzgumer, Victor Marek und Knarf Rellöm) live auf.

Montag, 4. Mai 2009

Das Warten hat ein Ende



Endlich erschienen ist Hollow Skais neues Buch über Fluch und Segen der Neuen Deutschen Welle —  »Alles nur geträumt«. Damit liegt nun erstmals eine kritische Hommage vor, die zeigt, dass die NDW keineswegs nur eine Ansammlung lustiger Schmalspurmusiker und debiler Kasperköpfe war, sondern den Grundstein für eine ebenso vitale wie erfolgreiche Independent-Szene gelegt hat.

Sonntag, 3. Mai 2009

Nicht mal halbgeil



Nun habe ich es doch noch geschafft, mir »Dorfpunks« im Kino anzusehen. Angesichts der Romanvorlage hatte ich mich ja schon gefragt, wie man denn diese Kurzgeschichte zum Kinofilm aufblasen will, und der Regisseur Lars Jessen (»Großstadtrevier«) war vorher ebenfalls nicht gerade als Cineast aufgefallen. Doch meine Befürchtungen wurden noch übertroffen. Während die Theateradaption sich durch mehr Tiefe als Rocko Schamonis Buch auszeichnete, ist der Film ähnlich verschenkt wie Jessens »Am Tag, als Bobby Ewing starb«. Stellenweise ist er ja sogar ganz lustig, aber wie meine Tochter schon sagte: »Es gibt bessere Filme.« Auf einer Skala von nullgeil bis vollgeil rangiert er deutlich unter halbgeil.

Mittwoch, 29. April 2009

Tanz in den Mai



Die Mimmi's treten am 30. April im Wilhelmshavener Kling Klang und am 1. Mai in der Lübecker Alternative auf. Außerdem unternehmen sie Anfang September eine Rock'n'Roll-Butterfahrt nach Helgoland. Lasst es krachen!

Dienstag, 28. April 2009

Geht doch!



Statt den einst erworbenen Ruhm zu verwalten und sich unaufhörlich darüber zu beklagen, dass alles nicht mehr so ist, wie es mal war, hat Inga Humpe immer weitergemacht. Nach den Erfolgen mit den Neonbabies und DÖF nahm sie mit ihrer großen Schwester zwei Humpe/Humpe-Alben auf, die total überproduziert waren, und sang mal hier und mal da. Fast war sie schon in Vergessenheit geraten, da bezog sie gemeinsam mit Tommi Eckart eine 2raumwohnung, in der musikalisch alles erlaubt war, was gefiel. Das ist nun auch schon zehn Jahre her und sollte gefeiert werden.
Am 31. Juli erscheint ihr neues Album »Lasso«, und am 26. September starten 2raumwohnung ihre Deutschlandtour im Kölner E-Werk.

Montag, 27. April 2009

Hart wie Marmelade



Als Taschenbuch erschienen ist nun auch Kai Havaiis Rock'n'Roll-Roman aus der Provinz »Hart wie Marmelade«. Am 20. Mai liest der Extrabreit-Sänger daraus in der Recklinghausener Vest Arena, musikalisch unterstützt vom Extrabreit-Gitarristen Stefan Kleinkrieg. 

Samstag, 25. April 2009

Who's that Girl?



... natürlich Frl. Menke, ihr wisst schon, die Dame, die damals »Werbemusik für die Junge Union« (Udo Lindenberg) gemacht hat. Am 30. April tanzt sie im Hamburger Delphi Showpalast in den Mai, am 8. Mai wird ihr im Rock n Pop Museum Gronau der »Nord Award« verliehen, und einen Tag später gibt sie in Bad Münder ein Benefizkonzert für die Kinderkrebshilfe.

Freitag, 24. April 2009

Gratis-Poster



Parallel zum Film ist nun auch bei PIAS der von Rocko Schamoni zusammengestellte Soundtrack erschienen, der zwar mit Punk nicht sooo viel zu tun hat, aber recht gut zeigt, was Mitte der Achtziger in Deutschland gehört wurde: Talk Talk, Haysi Fantayzee, Laura Branigan, A Flock Of Seagulls. Immerhin sind aber auch Slime, die Fehlfarben, die Buzzcocks und Stiff Little Fingers, Captain Beefheart und Ernst Kahl & Kayser darauf vertreten. Wer die CD bei Hanseplatte kauft, erhält ein Din-A-1-Poster gratis dazu. Aber wer hört sich denn Laura Branigan und Slime hintereinander an?

Freitag, 17. April 2009

Neugier genügt


Am 23. April ist Hollow Skai zu Gast beim WDR, wo er sein neues Buch, das am 29. erscheint, in der Sendung »Neugier genügt — Redezeit« vorstellt. In der Zeit von 11.05 — 11.30 Uhr steht er der Moderatorin Sabine Brandi auf WDR 5 Rede und Antwort.
Am 12. Juni liest er dann im Rahmen der Literatur-Altonale erstmals daraus vor. Bei dieser Konzertlesung in der Laundrette (ex-WaschBar) wird er musikalisch unterstützt von Marius del Mestre, der ihn auch schon bei den Rio-Reiser-Lesungen begleitet und einst bei den Ffurs und Tempo gespielt hat. Die Laundrette befindet sich übrigens in der Ottensener Hauptstraße in Hamburg. Anschließend NDW-Disco.

Mittwoch, 15. April 2009

Andere Zeiten



Im März trat er noch in Dresden auf, nun ist er von uns gegangen: Pedder Teumer, Sänger der Braunschweiger Punk-Band Daily Terror, starb am Karfreitag an Lungenkrebs. Die Wiederveröffentlichung des No Fun-Samplers live aus dem UJZ Glocksee Hannover 1980, auf dem sich auch ihr Reggae »Andere Zeiten« befindet, wird er also nicht mehr miterleben. Rest in Punk.

Mittwoch, 8. April 2009

Wall City Rock



Zu Ostern scheinen Wiederauferstehungen in Mode zu kommen. Nicht nur Din A Testbild, auch PVC treten am 10. April auf, und zwar im Kreuzberger »Wild at Heart«. Okay, PVC gibt es schon seit ein paar Jahren wieder, aber wie soll das denn gehen: Wall City Rock ohne Mauer?

Dienstag, 7. April 2009

New Wave Invasion



Im Berliner Bassy Club in der Schönhauser Allee 176a präsentieren Xmal80s & Das Drehmoment Records am Ostersonntag ab 22 Uhr die »New Wave Invasion«. Mit von der Partie: Mark Eins und Din A Testbild.
Einen Tag vorher, also am 11. April, treten Din A Testbild zudem auf dem »Bleepfest Berlin 3« in der Theaterkapelle, Boxhagener Str. 99 in Friedrichshain auf.

Montag, 30. März 2009

Jeder für sich und Gott gegen alle



Nachdem Sireena Records bereits alle No Fun-Singles auf CD veröffentlicht hat (siehe Foto), will Tom Redecker nun auch den ersten No Fun-Sampler live aus dem UJZ Glocksee Hannover wiederveröffentlichen. Die CDs von Der Moderne Man erscheinen derweil bei SPV, die von Hans-à-Plast gibt's im Vertrieb von Indigo und die von den 39 Clocks bald auch in Kanada. Oder war's Australien? 

Sonntag, 29. März 2009

Neues von Havaii & Co.



Am 29. Mai erscheint die Extrabreit-Box »Gold« mit zwei Live-CDs, darunter alle alten Hits, und ihrem letzten Studioalbum »Neues von Hiob«. Kosten soll der Spaß schlappe 15 Euro, und anlässlich der Veröffentlichung spielen Extrabreit unplugged im Müller Meyer Schulze am Hamburger Spielbudenplatz (= Reeperbahn). Fans im Extrabreit-Shirt kommen umsonst rein, wer nackt kommt, wahrscheinlich auch. Allerdings muss man sich erst registrieren lassen, weil der Laden nicht allzu groß ist: gl@rodeostar.de

Mittwoch, 25. März 2009

Wo alles anfing



Bei meinen Recherchen zu »Alles nur geträumt« bin ich auf diese Momentaufnahmen aus dem Ratinger Hof von Ralf Zeigermann gestoßen. Die Fotos zeichnen sich durch eine sehr große Intimität aus und zeigen u.a. Peter Hein und Jürgen Engler beim Flippern (»Paul ist tot, kein Freispiel drin«). Eine echte Entdeckung.

Dienstag, 10. März 2009

Wie der Punk an die Ostsee kam



Der Film »Dorfpunks« nach dem Roman von Rocko Schamoni startet bundesweit erst am 23. April, in unserer schnuckeligen kleinen Video Bar kann man sich aber schon einen Trailer ansehen — und außerdem die Anfangsszene aus dem gleichnamigen Theaterstück und Ausschnitte aus einer Lesung mit Rocko Schamoni.

Freitag, 27. Februar 2009

Ende Juli ist der Spaß vorbei



Das Neue-Deutsche-Welle-Musical »Ich will Spaß!« ist noch bis zum 26.7. im Essener Colosseum Theater zu sehen. Ob diese Eigenproduktion des Musical-Multis Stage Entertainment anschließend an einem anderen Ort wiederaufgeführt wird, ist noch unklar, aber auch egal.

Dienstag, 24. Februar 2009

Drama, Spiel und Blut



Bei SPV ist soeben eine Doppel-CD von Der Moderne Man erschienen, die ihre erste LP »80 Tage auf See« enthält, die Live-Mini-LP »Verstimmt«, die Mini-LP »Neues aus Hong Kong«, die allererste Single »Umsturz im Kinderzimmer«, Live-Aufnahmen aus der Roten Fabrik Zürich und ein paar bislang unveröffentlichte Tracks. Alles sehr liebevoll gestaltet und mit einem gewohnt peniblen Booklettext von Martin »Fusi« Fuchs beschrieben. Der zweite Teil ihres Gesamtwerkes wird in Kürze veröffentlicht.

Samstag, 21. Februar 2009

Fehlfarben live



Das Live-Album der Fehlfarben erscheint zwar erst am 28. März, wer es aber schon am 15. zum Vorzugspreis von 12 Euro und dazu noch ein kostenloses T-Shirt haben möchte, kann es sich direkt bei ihnen bestellen: www.myspace.com/fehlfarben

Mittwoch, 11. Februar 2009

Einmal Dorfpunk, immer Dorfpunk



Zur Premiere des Films »Dorfpunks«, der auf seinem gleichnamigen Bestseller beruht, ging Rocko Schamoni in einem alten Jogging-Anzug, weil er die Berlinale als »überkandidelt« empfindet. Und auf die Frage der »Hamburger Morgenpost«, welche Stars er gerne kennenlernen würde, antwortete er lakonisch: »Ich würde das nicht kennenlernen nennen, wenn man sich kurz die Hand schüttelt. An einer Bushaltestelle in Kiel trifft man nicht minder interessante Leute.« Immerhin fand er den Film, an dessen Produktion er nicht beteiligt war (Schamoni stellte dafür lediglich seine Lieblingshits aus dem Jahr 1984 zusammen), »gut«.

Montag, 9. Februar 2009

Falscher Alarm



Soeben erreicht uns die Nachricht, dass Fabsi sich nicht die Bänder gerissen, sondern nur überdehnt hat. Die Karnevalskonzerte der Mimmi's finden also doch statt. Fabsi: »Ich als Karnevalist würde auch mit dem Kopf unter dem Arm zum Zooch gehen.«

NRW unter Schock



Irgendwie scheint in Bremen momentan der Wurm zu sein: erst diese unerklärlich vermasselte Saison von Werder, und jetzt fallen auch noch die Februar-Konzerte der Mimmi's in Hagen, Köln und Neuss aus, weil Fabsi sich einen Bänderriss zugezogen hat. Schade, denn ihre Version des Hans-à-Plast-Songs »Rock'n'Roll Freitag« haut richtig rein.  

Sonntag, 8. Februar 2009

Neu in der Video Bar: Extrabreit



Die Auswahl ist reiner Zufall, ich habe bei youtube lediglich den Namen eingegeben, und das ist dann eben dabei herausgekommen. Nicht übel. Ich empfehle Clip 4. Echt süß!

»Ultimative NDW-Show«



Die »Original-Stars der Neuen Deutschen Welle« — Markus, Frl. Menke, Hubert Kah und Peter Hubert von UKW — sind auch im Februar noch unterwegs durch Deutschland: 9.2. Offenburg, 11.2. München, 13.2. Erfurt, 14.2. Mainz, 16.2. Cottbus, 17.2. Regensburg, 18.2. Nürnberg und 19.2. Bamberg. 

Extrabreit ins vierte Jahrzehnt



Extrabreit haben sich ja mit der Zeit immer mehr von einer NDW- zu einer Rock'n'Roll & Punk-Truppe gewandelt, was auf ihrem aktuellen Album »30 Jahre live« nicht zu überhören ist: »Die Texte sind politisch und der Rhythmus ist verklemmt, heute spielt 'ne Deutsch-Rock-Band.« 
Am 27.2. lassen sie wieder die Luft brennen, und zwar im Capitol in Paderborn. Außerdem kann man sich ihr Felix-Magath-Lied »Besatzungskind« auf ihrer Homepage kostenlos runterladen.

Samstag, 7. Februar 2009

Dorfpunks — der Film



Die Verfilmung von Rocko Schamonis Jugenderinnerungen wird gleich mehrmals auf der Berlinale gezeigt: am 10.2. um 19.30 Uhr im Cinemaxx 3, und am 11.2. um 13 Uhr im Colosseum und um 20.30 Uhr im Cinemaxx 1. Wann und wo Rocko und die Hauptdarsteller aufschlagen werden: weiß der Geier. Bundesweit läuft »Dorfpunks — der Film« am 24.4. an.

Alles wird gut



DAF haben ja bereits im Januar ein paar Konzerte in Deutschland gegeben. Hier ihre nächsten Termine: 
27.2. Übel & Gefährlich, Hamburg
28.2. Lagerhof Club, Leipzig
28.3. Islington Academy, London

Das Blog zum Buch



Als die Neue Deutsche Welle vor 30 Jahren über die Ufer schwappte, wurde sie von den Medien und Plattenfirmen, die ihr künstlerisches Potenzial total verkannten, boykottiert und bekämpft. Erst als aus Punk Tanzmusik mit deutschen Texten geworden war, die sich auch ohne ihre Hilfe wie geschnitten Brot verkaufte, wachte die Musikindustrie auf und vermarktete die Bewegung bis zum Exitus. Davon handelt mein neues Buch, das im April bei Hannibal erscheint.
Parallel dazu kommt »Dorfpunks — der Film« in die Kinos. Die Fehlfarben veröffentlichen in Kürze ein Live-Album. DAF gehen wieder auf Tournee. Und unsere liebsten Hassobjekte, Extrabreit, rocken ja auch immer noch, dass die Schwarte kracht. 
Es gibt also viel zu berichten, und das könnt ihr dann hier lesen. Und hören. Oder sehen.
Viel Spaß wünscht Hollow Skai